Hochtourenfeeling in der Haindlkarhütte



Hochgebirge in nur 1100m 

Ein schöner Herbsttag hat strahlend begonnen. Also nichts wie raus! Eine kleine, gemütliche Familientour aber bitte mit schöner und imposanter Aussicht. Da wird die Auswahl schon etwas kleiner. Wer sucht wird aber fündig und zwar im Nationalpark Gesäuse.



Aufstieg entlang des Haindlkargrabens

Der Aufstieg führt durch ein Kar entlang eines Bachbettes. Der Aufstieg ist teils steil aber nie gefährlich. Für Kinder ein schönes und leicht zu bewältigendes Abenteuer. Für Erwachsene eine Genusstour mit Traumpanorama.  Nachdem man am Haindlkarparkplatz parkt, geht es auf einem kleinen Wanderweg mit der Nummer 658 immer am Haindlkargraben in Richtung der Felswände der Hochtorgruppe. Diesen Weg gibt es schon seit vielen Generationen und wird vor allem von Kletterern begangen. Alternativ gäbe es auch noch den Weg von der „Gseng“ auf dem Weg Nr. 658 der ein wenig länger ist.




Man wandert teils im Wald, teils in der Sonne unter den Nordwänden des Gesäuses entlang. Der Weg beginnt flach und wird dann etwas steiler. Gegen Ende hin durchquert man latschiges und schottriges Gebiet auf gut ausgebauten Wegen. Immer im Rücken die Aussicht auf den herrlichen Buchstein.




Schutzhütte mit Geschichte

Erstmals wurde die Hütte dort oben 1923 erbaut. An dieser kommt man auch heute noch vorbei kurz bevor man in der neu erbauten, größeren Hütte einkehrt. Lohnend ist hier ein Blick hinter die Hütte wo ein massiver Felsbrocken die Hütte wirklich knapp verschont hat. Oder wurde die Hütte extra hier an dieser Stelle gebaut und der Stein ist ein Schutz?



Die eigentliche und nun bewirtschaftete Hütte hat ebenfalls eine interessante Geschichte und wurde bereits 1958 gebaut.



Die Hütte liegt auf 1100m und man legt bis dahin eine Wegstrecke von etwa 2,5km und rund 449hm zurück. Wir hatten ja die Challenge es unter einer Stunde zu schaffen. Dann gibt es für den Nachwuchs eine Belohnung. Tja da hab´ ich den Eifer den ein junger Bursch dann mit schier unbändiger Kondition entwickelt wohl etwas unterschätzt. Denn keuchend bin ich hinten aus nachgetrottet.




Gut, dass es zwischendurch immer wieder mal eine kühle Quelle mit klarem Wasser zum erfrischen gibt.



Hochalpiner Charakter in niedriger Höhe

Schön und lohnend war die Tour aber trotz der Anstrengung allemal! Erst als die riesigen Wände direkt neben uns waren wurde der Junior wegen dem vielen staunen und kleinen Fotopausen etwas langsamer. Es ist eigentlich untypisch in dieser Höhe bereits solch schroffe und imposante Felsformationen zu finden. Man fühlt sich eher wie auf über 2000m Seehöhe. Umso schöner, dass man hier bereits dieses Gefühl bekommt.



Oben angekommen haben wir einen Platz auf der herrlichen Sonnenterasse ergattert. Dort haben wir uns unsere nächsten Wanderziele überlegt. Denn man blickt direkt auf die Wände der Planspitze, Rosskuppe, Dachl, Hochtor und Festkogel.




Eine wirklich schone Tour mit sehr kurzem und aussichtsreichem Aufstieg. Oben solang es noch sonnig ist wunderbar zum pausieren und Seele baumeln lassen.




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