Bad Gastein - Belle Époque mitten in den Bergen

by - August 27, 2022

Bad Gastein


Eine kurvige Straße führt uns ins schöne Gasteinertal. Bad Gastein ist das idyllische kleine Örtchen am Ende des Tals. Die Belle-Epoque Häuser sind in den steilen Hang gebaut und geben dem Ort einen ganz besonderen Flair.  Man fühlt sich nicht nur dank der Architektur von damals in eine andere Zeit versetzt, nein, in manchen Gassen bröckelt der Putz tatsächlich schon gewaltig. Viele verlassene Hotels und leerstehende Geschäfte zieren die Gassen. Man merkt, dass hier gerade ein Umbruch stattfindest. Viel wird renoviert und wartet auf neue Investoren. Man findet hier besonders viele hippe und kreative Hotels. 

Bundesland Salzburg
Für WenAlle
Urlaubsart Aktivurlaub, Wellness, Lifestyle
beste Reisezeit     Sommer & Winter
Must See
  • Zirbenweg Graukogel
  • Gasteiner Wasserfall
  • Stubnerkogel Felsenweg
  • Stubnerkogel Hängebrücke
  • Nassfeld in Sportgastein
Top HotelsResidenz Boutique Suites
Das Schider

Der retro-Charme und Jahrhundertwende-Flair waren für mich nichts, womit ich mich identifizieren konnte. Anfangs! Denn ehrlichgesagt finde ich es mittlerweile richtig schön. Gerade weil es hier keine „modernen“ Bauten gibt und man dem Stil treu geblieben ist, erinnert es mich an die kleinen ligurischen Dörfer, die ich so liebe. 




Gasteiner Wasserfall

Ein „must see“ und vermutlich das meistfotografierte Motiv in Bad Gastein ist der gigantische Wasserfall mitten im Zentrum! Die Fallhöhe des Gasteiner Wasserfalls beträgt (über insgesamt drei Stufen) 340 Meter. Das Rauschen gehört in ganz Bad Gastein zur täglichen Geräuschkulisse, so gewaltig donnern die Wassermassen hier in die Tiefe. Es lohnt sich auf jeden Fall, den Wasserfall nicht nur von der Brücke im Ortszentrum zu bestaunen, sondern auch die Treppen in die Tiefe zu nehmen. Dort unten findet man einen Top Fotospot und kann sich an heißen Tagen ein wenig erfrischen. Dazu reicht es schon auch nur in die Nähe des Wasserfalls zu gehen.


Gut zu wissen! 

Auto fehl am Platz! Also mit dem Auto kann man im Zentrum von Bad Gastein wenig anfangen. Die Straßen sind eng, steil und Parkplätze sucht man oft vergebens. Kein Wunder, dass sich alles im gut versteckten Parkhaus im Berg tummelt.  Daher würde ich darauf achten, dass das Hotel Parkplätze anbietet. Dann am besten zu Fuß den Ort erkunden, denn das Zentrum von Bad Gastein ist nicht allzu weitläufig, durch die vielen Treppen und verwinkelten Gässchen ist es aber anfangs gar nicht so leicht, die Orientierung zu bewahren. Man glaubt auch gar nicht wie viele Höhenmeter man direkt im Ort zurücklegt 😊 

Wir haben uns für 2 ganz besondere Aparthotels entschieden. Unser erster Aufenthalt war in den Residenz Boutique Suites. Direkt neben der Kirche und oberhalb des Wasserfall Fotospots situiert liegt das komplett neu renovierte Aparthotel. Bei unserer Ankunft haben wir nicht schlecht gestaunt, denn ein derartig schönes Hotel hatten wir gar nicht erwartet. 

Der Stil ist klassisch belle Époque. Wie alt das Haus bereits ist merkt man beim Betreten jedoch nicht. Im Gegenteil. Alles wirkt komplett neu und sehr edel! Die Eingangshalle hat es mir angetan. So stellt sich wohl jede Prinzessin ihr Haus vor. 😉 Wunderschön in Stein, Marmor und sanften Farben gehalten. 


Die Mischung aus Moderne und altem Stil perfekt umgesetzt. Der Check-in findet im kleinen Café statt, wo man auch ein leckeres Frühstück bekommen kann. Seit kurzem gehört auch ein kleiner, gemütlicher Terrassenbereich dazu. Den haben wir dank dem schönen Wetter wirklich gern genutzt.  


Das Familienzimmer war geräumig und in einem schönen Stil eingerichtet. Eyecatcher ist sicherlich der kleine Sitzbereich im Schlafzimmer in Form eines Turmes. Hier lohnt es sich ein gutes Buch in die Hand zu nehmen. Ein Frühstück ist auf dem Balkon eine gute Idee. Denn hier freut man sich über eine Aussicht über ganz Bad Gastein, natürlich inklusive dem Wasserfall. 




Die Gastgeber sind sehr herzlich und kümmern sich um jeden Gast ganz persönlich. Nette Gespräche und Empfehlungen für die Umgebung und Ausflüge gehören selbstverständlich dazu. Ein solcher guter Tipp war eine Pizzaria direkt neben dem Wasserfall. Eigentlich recht unscheinbar versteckt sich die Pizzaria Napoletana im Ortskern. Das besondere ist hier ein Tisch auf der Terasse direkt neben dem tosenden Wasserfall. Wer gute Unterhaltung sucht ist hier vielleicht nicht gut beraten, denn die Lautstärke des Wassers ist schon sehr hoch. Wer aber lediglich ein gutes Essen und eine einmalige Aussicht genießen will ist goldrichtig. Natürlich kann man auch indoor speisen. Die Pizza ist komplett handgemacht und es wird auf beste Zutaten direkt aus Italien geachtet. Unbedingt probieren!


Natürlich haben wir uns auch eine Runde Minigolf im Ortszentrum mit Blick in die Berge nicht entgehen lassen. Alles ist dank der zentralen Lage des Hotels leicht zu Fuß erreichbar gewesen. 


Unser zweites Hotel liegt nur wenige Häuser weiter. Das Schider ist ein Hotel mit Geschichte. Denn das Schider ist ein wunderschönes klassisches Gasteiner ‚Kurhotel‘ dass bereits 1892 von Herrn Dr. Schider eröffnet wurde viele Jahre als solches betrieben wurde. Seither ist es in Familienbesitz. 

Es wurde ebenfalls kürzlich komplett renoviert. Eigene Parkplätze sind ausreichend vorhanden. Neben schönen, geräumigen Zimmern freut man sich hier besonders über einen Wellnessbereich mit Ruheraum, schöner Terrasse, eigenem Garten und einer Sauna. Der Empfang war ebenso sehr herzlich. Die Gastgeber haben sich auch persönlich um unser Wohl gekümmert und wir haben gute Gespräche geführt. Der Stil des Hauses ist dem alten Bad Gastein treu geblieben. Ich liebe den Treppenaufgang mit dem eisernen, kunstvollen Geländer! Auch die restliche Einrichtung ist teils sehr klassisch gehalten. Der Bar und Lounge Bereich lädt zum Lesen eines guten Buches oder zu einem gemütlichen  Plausch ein. 


Bei diesem Aparthotel ist ein leckeres Frühstück vom Buffet inklusive. Wer am Abend ebenfalls noch etwas zubereiten möchte kann die Gemeinschaftsküche nutzen. Ich liebe den Stil der Kochinsel. Irgendwie bekommt man hier tatsächlich Lust etwas zuzubereiten. 




Im Wellnessbereich hat uns die Hauskatze Tiger begrüßt. Sie freut sich immer wenn sie von den Gästen ein paar Streicheleinheiten bekommt.  




Auch wenn es am Nachmittag noch sommerlich heiß ist merkt man,  dass sich der Herbst langsam nähert. Denn morgens wird es schon ganz schön frisch und moody. Nichts desto trotz haben wir unser Frühstück auf der Terrasse genossen. Mit Blick auf Bad Gastein. 





Das macht das Schider aus - eine kurze Geschichte vom Hotelleiter

"Ein guter Freund hat mich auf das Schider aufmerksam gemacht, 2 Tage später waren wir da, 1 Tag später war es auch schon entschieden: Gemeinsam mit 2 Geschäftspartnern haben wir das Haus gekauft und an mich verpachtet. Nach nur 4 Monaten Renovierung  - nur mit lokalen Firmen! -  habe ich das Haus dann als ‚Das Schider‘ eröffnet.  In der kurzen Zeit mussten natürlich viele Entscheidungen aus dem Bauch getroffen werden – für lange Planung und Marktstudien war keine Zeit. Daher sind sehr viele spontane Dinge hier zu sehen, zum Beispiel das Konzept der Community Kitchen – das gab es in der Form noch nicht, ist aber die Summe an guten Ideen die ich schon gesehen habe oder was mich an klassischen Apartments gestört hat: wir haben die Küche aus den Zimmern in unsere gute Stube verlegt, dort ist man nie alleine, hat ein gemütliches Umfeld, Equipment, zig verschiedene Öle und Gewürze sind schon da, und den Abwasch machen auch wir. Auch das komplette Einrichtungskonzept ist ‚im Flug‘ entstanden. Gemeinsam mit unserer Einrichtungsberaterin ‚Raum by Barbara Widerhofer‘ haben wir uns  tagesaktuell vom Farbkonzept bis zur letzten Lampe alles sehr kurzfristig überlegen müssen. Am Ende hätten wir es mit langer Planung nicht besser machen können. Mittlerweile hat sich alles wunderbar eingespielt und wir blicken auf ein tolles erstes Jahr zurück. Und so viele Glücklich  Gäste machen auch unserem Team viel Spass."  Rene Dreier, Geschäftsführender Gesellschafter


 

Wandern und Ausflüge 

Bockhartseen in Sportgastein

Wie wäre es mit einem oder sogar zwei schönen Bergseen? In Sportgastein startet man am hinteren Parkplatz auf 1600m Seehöhe (Achtung mautpflichtige Gasteiner Alpenstraße!) in Richtung der beiden Bockhartseen. Sie liegen in Sportgastein – jenem Dorf, das sich im Gasteiner Talschluss befindet. Der Untere Bockhartsee ist ein Stausee, der kleinere Obere Bockhartsee ist hingegen ein naturbelassener Bergsee. Man startet gleich auf einen gut ausgetretenen Wanderweg, der in vielen Serpentinen manchmal relativ steil durch den Wald führt. In etwa 300 Höhenmeter erreicht man die Bockhartseehütte. Hier lohnt sich eine kleine Rast. Danach geht es zum oberen und unteren Bockhartsee. Eine tolle Aussicht! Leider hat uns der Regen inklusive kurzem Graupelschauer eingeholt und wir sind schnell wieder ins Tal abgestiegen. 




Naturschauweg in Sportgastein

Wer lieber am Talboden bleibt fühlt sich beim Spazierweg am Nassfeld sicher pudelwohl. Der Naturschauweg ist ein Rundwanderweg, der direkt am Parkplatz nahe des Valeriehauses startet. Der Weg führt leicht bergauf und bergab mitten durch den Nationalpark Hohe Tauern. Meist über Schotterstraßen und Almwiesen die auch mit Kindern und Kinderwagen befahrbar sind. Überall findet man Hütten, wo sich eine Rast definitiv lohnt. 


Stubnerkogel mit Hängebrücke

Der Besuchermagnet schlechthin ist der Stubnerkogel mit seiner Hängebrücke in 2.300 Metern Seehöhe. Mit der Gondel geht des vom Zentrum Bad Gastein direkt bis zur Brücke. Auf einer Länge von 140 Metern schwingt die legendäre Hängebrücke am Stubnerkogel über dem Abgrund. Wir haben auch schon andere Hängebrücken z.B. in der Schweiz gesehen, welche deutlich imposanter waren. Aber nett anzusehen ist die jedenfalls. Für alle die nicht gerne auf schwingenden Brücken verweilen gibt es die Aussichtsplattform Glocknerblick sowie dem Felsenweg. 

Alles ist nur wenige Minuten voneinander entfernt und leicht erreichbar. Für echte Bergfexe ist es aber vielleicht nicht das Richtige. Daher wandern wir gleich weiter in Richtung des nächsten Gipfels. Man gelangt dorthin in rund einer dreiviertel Stunde über einen netten Weg am Grat.  Oben kann man gleich noch einen zweiten Gipfel (ohne Gipfelkreuz) mitnehmen und die Aussicht mit etwas weniger Touristen genießen. 





Zirbenzauber am Graukogel

Mit dem Sessellift geht es bequem auf den Graukogel zum Zirbenweg. Ein wirklich gemütlicher Wanderweg, der auch mit Kindern problemlos geht. Der Weg führt vorbei an kleinen Stationen wo man in die Zirbenwelt eintauchen kann. Außerdem hat man eine wunderschöne Aussicht auf das Gasteinertal. Die Bergstation liegt immerhin auf knapp 2000 m. 

Der Zirbenweg ist ein ca. 45 minütiger Rundweg durch einen alten Zirbenbestand. Am Rundweg gibt es zum Beispiel ein gemütliches Zirbenbett, eine Jausenbank und eine Zirbenschaukel. Die meisten kennen die Zirbe nur als Schnaps. Studien belegen aber, dass die Zirbe die Herzfrequenz senkt und einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden hat. 


Adrenalinkick im Zentrum? 

Quer über die Ache ist ein Flying Fox “Flying Waters” gespannt. Wer also den Weg ins Zentrum ein wenig abkürzen möchte kann einfach mit dem Flying Fox auf einer Strecke über 270m einmal quer über das Gasteinertal und den tosenden Wasserfall fliegen. 


Regenwetter und die Alpentherme

Sollte das Wetter mal nicht ganz mitspielen bietet sich ein Besuch in der Therme an. Allerdings haben diese Idee meist alle Leute, weshalb es schon etwas voll ist dort. 


Dieser Blog entstand in Kooperation mit den Hotels Residenz Botiques Suites und das Schider. Wir wurden im Rahmen einer Pressereise eingeladen – vielen Dank! Dieser Blogartikel enthält unsere persönlichen Erfahrungen und Empfehlungen aus Gastein. 


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