Klagenfurt entdecken: Zwischen Lindwurm, Altstadtflair und einem unvergesslichen Fußballabend
Klagenfurt entdecken: Mein perfekter Tagesausflug am Wörthersee
Wer Urlaub am Wörthersee macht, sollte sich unbedingt einen Tag Zeit nehmen, um Klagenfurt zu erkunden. Die charmante Landeshauptstadt Kärntens verbindet Geschichte, italienisches Flair und Genuss auf eine ganz besondere Weise. Zwischen verwinkelten Innenhöfen, historischen Renaissancegebäuden und lebendigen Plätzen fühlt sich ein Spaziergang fast wie ein Kurzurlaub im Süden an.
Für mich wurde dieser Tag aber noch zu etwas ganz Besonderem. Neben den schönsten Sehenswürdigkeiten wartete am Abend ein echtes Highlight: Real Madrid gegen den ACF Fiorentina im Wörthersee Stadion. Ein Erlebnis, das ich so schnell nicht vergessen werde.
Unser erster Stopp: Der Lindwurm, das Wahrzeichen Klagenfurts
Natürlich führte unser Weg zuerst zum Neuen Platz, wo der berühmte Lindwurm über die Stadt wacht. Ich hatte ihn schon oft auf Bildern gesehen, doch davor zu stehen ist noch einmal etwas ganz anderes. Die gewaltige Skulptur wirkt beeindruckend und erzählt gleichzeitig die bekannteste Sage Kärntens.
Der Legende nach lebte einst ein gefährlicher Lindwurm in den Sümpfen rund um Klagenfurt. Mutige Männer lockten das Ungeheuer mit einem Ochsen an einen Haken und konnten es schließlich besiegen. Erst danach wurde das Gebiet besiedelt und Klagenfurt gegründet. Auch wenn die Geschichte natürlich eine Sage ist, gehört sie bis heute untrennbar zur Identität der Stadt.
Rund um den Lindwurm herrscht eine entspannte Atmosphäre. Cafés laden zum Verweilen ein, Straßenmusiker sorgen für Stimmung und überall sitzen Menschen mit einem Eis oder einem Cappuccino in der Sonne. Schon nach wenigen Minuten hatte ich das Gefühl, gar nicht mehr in Österreich zu sein.
Durch die Altstadt von Klagenfurt
Von dort schlenderten wir gemütlich durch die Altstadt. Was mir sofort auffiel: Klagenfurt wirkt unglaublich gepflegt und gleichzeitig angenehm entspannt. Keine Hektik, kein Großstadtstress. Stattdessen bunte Fassaden, kleine Boutiquen, gemütliche Innenhöfe und zahlreiche Cafés. Besonders schön finde ich die italienischen Einflüsse. Kärnten grenzt direkt an Italien und Slowenien, und genau dieses südliche Lebensgefühl spürt man hier überall. Immer wieder öffneten sich kleine versteckte Innenhöfe mit Arkadengängen, kunstvoll verzierten Fassaden und Blumen auf den Balkonen. Man entdeckt ständig neue Fotomotive. Mein Tipp: Lasst euch einfach treiben und verzichtet bewusst auf einen festen Plan. Gerade in Klagenfurt entdeckt man die schönsten Plätze oft zufällig.
Hoch über den Dächern: Der Stadtpfarrturm
Eines der absoluten Highlights unseres Tages war der Aufstieg auf den Stadtpfarrturm der Pfarrkirche St. Egid. Schon von weitem dominiert der fast 90 Meter hohe Turm die Dächer Klagenfurts und ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Fertiggestellt wurde er Anfang des 18. Jahrhunderts, nachdem frühere Kirchen durch Brände zerstört worden waren. Heute ist er der zweithöchste Kirchturm Kärntens. 225 Stufen führen hinauf zur Aussichtsplattform. Der Aufstieg hat es zwar in sich, doch jede einzelne Stufe lohnt sich.
Oben angekommen verschlägt es einem für einen Moment die Sprache. Unter uns liegt die gesamte Altstadt mit ihren roten Dächern. In der Ferne glitzert der Wörthersee in der Sonne, dahinter ragen die Karawanken empor. Ein 360-Grad-Panorama, das man so schnell nicht vergisst.
Die Geschichte der Türmer
Besonders spannend fand ich die Geschichte des Turms. Früher wohnte tatsächlich eine Türmerin im Stadtpfarrturm. Ihre Aufgabe war es, die Stadt vor Bränden und Gefahren zu warnen. Zu jeder vollen Stunde blies er mit seinem Horn in verschiedene Himmelsrichtungen.
Dazu gibt es eine alte Sage. Dem Türmer war streng verboten, in der Mitternacht nach Süden zu blasen. Dort befand sich nämlich der Friedhof von St. Ruprecht. Man glaubte, dass der Hornruf die Toten erwecken könnte. Natürlich konnte der Türmer seiner Neugier nicht widerstehen. Als er eines Nachts doch nach Süden blies, sollen die Geister aus ihren Gräbern gestiegen sein und den Turm erklommen haben. Erst mit dem Schlag der nächsten Glocke verschwanden sie wieder.
Heute kann man sogar noch die ehemalige Türmerwohnung besichtigen. Österreichweit ist der Klagenfurter Türmer eine Besonderheit, denn hier wird diese jahrhundertealte Tradition bis heute gepflegt.
Kulinarischer Pflichtstopp: Der Benediktinermarkt
Nach so vielen Eindrücken meldete sich langsam der Hunger. Unser Ziel war der Benediktinermarkt, der als einer der schönsten Märkte Österreichs gilt. Frisches Obst, regionales Gemüse, Kärntner Spezialitäten, italienischer Käse, Antipasti, Oliven, frisches Brot und unzählige kleine Marktstände machen den Besuch zu einem echten Erlebnis.
Genau diese Mischung aus Kärnten, Italien und Slowenien macht den Markt so besonders. Wir gönnten uns ein entspanntes Mittagessen. Einheimische kaufen hier ihre Lebensmittel ein, Touristen genießen regionale Spezialitäten und überall wird gelacht und geplaudert. Für mich gehört der Benediktinermarkt definitiv zu den Orten, die man bei einem Besuch in Klagenfurt nicht verpassen sollte.
Ein besonderes Highlight: Real Madrid live erleben
Im Wörthersee Stadion fand das Testspiel zwischen Real Madrid und ACF Fiorentina statt. Schon Stunden vor Spielbeginn herrschte rund um das Stadion eine besondere Atmosphäre. Fans aus den unterschiedlichsten Ländern waren unterwegs, überall wurden Trikots getragen und man spürte die Vorfreude.Als die Mannschaften schließlich den Rasen betraten, bekam ich tatsächlich Gänsehaut.
Real Madrid einmal live zu sehen, ist für Fußballfans etwas ganz Besonderes. Jeder Pass wurde bejubelt, jede Torchance sorgte für Spannung und die Stimmung auf den Rängen war einfach großartig. Auch wenn es "nur" ein Vorbereitungsspiel war, merkte man sofort die unglaubliche Qualität beider Mannschaften. Das Tempo, die Technik und die Präzision wirken im Stadion noch einmal ganz anders als vor dem Fernseher. Ein perfekter Abschluss für einen ohnehin schon unvergesslichen Tag.
Mein Fazit: Klagenfurt überrascht auf ganzer Linie
Klagenfurt hat mich ehrlich überrascht. Die Stadt verbindet Geschichte, mediterranes Lebensgefühl, Kulinarik und Natur auf eine Weise, die ich so nicht erwartet hätte. Ob der imposante Lindwurm, die gemütlichen Gassen, der spektakuläre Ausblick vom Stadtpfarrturm oder der lebendige Benediktinermarkt. Jeder Ort erzählt seine eigene Geschichte.
Und wenn der Tag dann noch mit einem Fußballabend der Extraklasse endet, bleibt nur ein Gedanke: Ich komme ganz bestimmt wieder.
Meine Tipps für Klagenfurt
Plant mindestens einen ganzen Tag für die Stadt ein.
Besucht den Stadtpfarrturm möglichst vormittags oder am späten Nachmittag. Das Licht für Fotos ist dann besonders schön.
Der Benediktinermarkt eignet sich perfekt für ein regionales Mittagessen.
Nehmt euch Zeit, auch die kleinen Seitengassen zu erkunden.
Wer Fußball liebt, sollte einen Blick auf den Veranstaltungskalender des Wörthersee Stadions werfen. Große internationale Spiele sorgen regelmäßig für besondere Momente.
Mein Fazit: Klagenfurt ist weit mehr als nur ein Zwischenstopp am Wörthersee. Die Stadt verbindet Kultur, Geschichte, Genuss und südliches Lebensgefühl auf einzigartige Weise und gehört für mich zu den schönsten Städten Österreichs.
Anzeige: Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Pressereise
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