Dem Himmel so nah – Wellness auf 1900m Seehöhe

by - Januar 24, 2019


Ski- und Wellnessurlaub im Herz von Kärnten
Kurz nach dem Schneechaos, das halb Österreich lahmgelegt hat, stand unser Wellness- und Skiwochenende am Plan. Nach einer kurzfristigen Entspannung der Wetterlage wurden ausgerechnet dieses Wochenende erneute Schneefälle angesagt. Na super - und wir reisen ins schöne Kärnten in über 1900 m Seehöhe in eines der schönsten Design Hotels.

Eigentlich ja cool, denn das Alpinhotel Pacheiner ist direkt an der Skipiste knapp unterhalb der Bergstation gelegen und der viele Neuschnee sorgt für jede Menge Pistenspaß. Einzig die Zufahrt über die Gerlitzen Gipfelstraße macht mir etwas Kopfzerbrechen.

Nach kurzer Rücksprache mit dem Hotel führt uns unser erster Stopp unfreiwillig in eine Forstinger Filiale um noch ein paar Schneeketten zu besorgen. Sicher ist sicher, man weiß ja nie. Ok, gebraucht haben wir sie zwar nicht, da die Straße auch so – wenn auch etwas glatt – befahrbar war. Aber ein sichereres Gefühl hatten wir allemal. Gegenverkehr kann bei diesen Verhältnissen aber teilweise spannend sein und den Puls, bei schwachen Nerven wie meinen, schon mal nach oben treiben.

Sicher angekommen im Hotel scheint auch das Wetter etwas besser zu werden und wir erhaschen bereits auf der Fahrt ins Hotel einen unglaublichen Blick ins Tal. Wir werden freundlich an der Rezeption empfangen und machen es uns gleich beim Kamin mit einem Begrüßungsgetränk gemütlich. Nach einer kurzen Führung durch das Hotel fahren wir in die – Achtung sehr praktisch – Parkgarage von wo aus es trocken und ohne kalte Füße direkt mit dem Ski-Zeug in den Ski-Stall geht. Dort dürfen unsere Schuhe schon mal für morgen etwas vorwärmen, denn es soll ja mit minus 8 Grad ziemlich frisch werden.

Mit dem Lift geht es dann gleich aufwärts in unsere Suite Großglockner in den 5. Stock. Die Zimmer sind stilvoll und modern eingerichtet. Badetücher und Schuhe für den Spa-Bereich stehen ebenso wie Wasser und Äpfel für den kleinen Appetit zwischendurch im Zimmer zur Verfügung. Die großen Fenster eröffnen den Blick auf die Kärntner Bergwelt.





Kärntner Schmankerl auf der Alm
Nach einer wohlverdienten Ruhepause nach der langen Anfahrt wird unsere Ruhe durch ein leichtes Knurren gestört. Nein nicht die Pistenraupe, sondern mein Magen macht sich lautstark bemerkbar. Definitiv Zeit um das leckere 5 Gänge Menü in schönem Ambiente zu genießen und den ersten Abend bei einem Glas Wein und dem - unter uns gelegenen - Lichtermeer von Villach ausklingen zu lassen. Zufällig gibt es eine Führung zur hauseigenen Sternwarte, wo man sich bei einem Blick durch eines der größten, öffentlich zugänglichen Teleskope in die fremden Galaxien träumen kann. Dazu gibt es einen spannenden Multimedia Vortrag.



Nach einer erholsamen Nacht wachen wir auf mit dem Blick auf die Skipiste. Doch bevor wir uns in den Trubel stürzen braucht mein Magen – oh welch Überraschung – mal wieder etwas zu essen. Gut, dass ein gigantisches Frühstücksbuffet auf uns wartet.


Die Skikarten kaufen wir direkt im Hotel. Keine Wartezeiten und freie Auswahl welche Karte für uns die Richtige ist. Einmal umgezogen geht es über den Skistall direkt raus auf die Piste.


Leider hatten wir dichten Hochnebel und es war schon spannend die Piste runter zu brettern ohne mehr als 5 Meter Sicht. Nichts desto trotz, hatten wir dank dem frischen Schnee perfekte Pisten und jede Menge Spaß. Dank der guten Pistenlage kann man zwischendurch auch schon mal ins Hotel zurück kehren um sich kurz aufzuwärmen oder einen heißen Kakao zu trinken.
Nach dem Skitag haben wir uns noch eine der vom Hotel angebotenen Rodeln geschnappt und sind einige Male den hauseigenen Hang runtergefetzt.






Wellness in den Alpen – ein Dreamteam der Sonderklasse
Völlig verfroren wollten wir noch etwas relaxen und den abenteuerlichen Tag bei einem Saunaaufguss Revue passieren lassen. Leider hat sich das Wetter noch nicht merklich verbessert und es ist schwer zu sagen, ob aus 5 Meter Sichtweite vielleicht schon 6 Meter geworden sind. Umso mehr haben wir das Angebot der Saunalandschaft ausgekostet. Auch ein kurzer Abstecher in den Fitnessraum für das tägliche Training und einem kurzen Tischtennis Match – bei dem ich meinen Gegner vernichtet habe- musste sein. Müde haben wir es uns nach dem leckeren Abendessen in unserer Suite gemütlich gemacht.





Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder in unserem Fall den schönsten Sonnenaufgang
Den Wecker auf 6:30 gestellt reißt es uns aus dem Schlaf. Wir wagen es kaum den Vorhang zur Seite zu ziehen. Zu groß ist der Nervenkitzel, ob das Wetter so wolkenlos und klar ist wie angekündigt. Vorsichtig blinzeln wir durch einen Spalt hinaus in Richtung Bergstation – und tatsächlich keine Wolke am Himmel und in der Ferne kann man erste helle Strahlen erahnen. Also dann keine Zeit verlieren – auf Makeup und Styling wird erstmal verzichtet, sondern gleich geht es die 100 Meter auf einer wunderschön präparierten Piste aufwärts Richtung Bergstation Gerlitzen. Kein Laut stört die dämmrige Morgenstimmung. Alles liegt so ruhig und friedlich unter uns. Einige Meter über dem Hotel drehen wir uns um und können es kaum glauben wie schön das Panorama ist. Ein nahezu endloses Nebelmeer nur wenige hundert Höhenmeter unter uns. Wir marschieren die paar Meter bis zum höchsten Punkt der Gerlitzen um in Richtung Osten blickend einen der schönsten Sonnenaufgänge, die ich je gesehen habe zu erleben. Ich kann dieses Abenteuer jedem wärmstens empfehlen. Vom Hotel ist man in weniger als 10 Minuten am Aussichtspunkt.









Ich weiß nicht welche Phase des Sonnenaufgangs ich am schönsten fand, das violett blaue leuchten zu Beginn, das orange Leuchten der aufgehenden Sonne oder das helle Strahlen des Sonnenlichts am Nebel. Die Bergkulisse in ganzer Pracht blieb uns den ganzen Tag erhalten. Nachdem wir nicht zu spät abreisen wollten haben wir das Personal gebeten den Pool etwas früher für uns zu öffnen. So konnten wir ganz einsam und zu zweit das herrliche Bergpanorama vom Pool aus genießen. Ein paar entspannte Längen im warmen Wasser schwimmen und uns die kalte Wintersonne auf den Bauch scheinen lassen.




Ein Familienbetrieb mit Tradition
Mit dem Alpinhotel Pacheiner habe ich mein Lieblings Hotel der heurigen Skisaison gefunden. Der Familienbetrieb ist ein Haus mit Tradition. Bereits Anfang der 1930er Jahre erbaut entwickelte sich die einstige Berghütte nach und nach zu einem Alpengasthof welcher später um ein Hotel erweitert wurde. Der Ausblick in die Kärntner Bergwelt, der atembauraubende Sonnenauf- und Untergang und die kulinarischen Schmankerln der Küche haben mich überzeugt. Das Hotel ist einzigartig gelegen und bietet – Achtung – einen beeindruckenden Infinity Pool mit Blick in die Berge. Abgerundet wird das Wellness Erlebnis neben der Dampfsauna durch den Ruheraum und eine Panoramasauna mit direktem Alpenblick. Und wer es gerne einsam mag hat bei Nachfrage beim freundlichen Hotelpersonal sogar die Möglichkeit den Pool auch außerhalb der regulären Öffnungszeiten zu nutzen. Generell wurden wir vom Personal sehr gut umsorgt und von der Rezeption bis zum Kellner hat alles gepasst.



Wenn ihr jetzt auch Lust habt ein wenig Bergluft auf der Gerlitzen zu schnuppern schaut euch doch einfach mal beim Alpinhotel Pacheiner um, welches Angebot es dort im Winter und Sommer für euch gibt.



Dieser Blogbeitrag entstand in Kooperation mit Alpinhotel Pacheiner

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